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Erzieherischer Jugendschutz

Kinder und Jugendliche stark machen!

Ziel des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ist es,

  • junge Menschen zu befähigen, sich selbst vor Gefahren zu schützen und
  • Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Kinder und Jugendliche müssen lernen, die Gefährdungen selbst zu erkennen, sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zusammen mit anderen zu bewältigen. Ebenso sollen sie Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen erlernen. Auch die Eltern müssen befähigt werden, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen, da die elterliche Erziehung der beste Weg ist, Kinder und Jugendliche stark zu machen.

Die Aktion Jugendschutz Bayern nimmt auf Landesebene zentrale Aufgaben des erzieherischen Jugendschutzes wahr und gewährleistet die Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure auf Landesebene.

  • Als bayernweite Fachinstitution unterstützt die Aktion Jugendschutz Bayern Fachkräfte sowie Eltern in Fragen der Medienpädagogik, Gewalt- und Suchtprävention.
  • Umfassende Fortbildungsangebote vermitteln Kompetenz und Handlungssicherheit im Umgang mit allen Fragestellungen und Problemen.
  • ELTERNTALK wurde geschaffen, um Eltern in Erziehungsfragen zur Seite zu stehen. Mit dem niedrigschwelligen Ansatz basierend auf dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden Eltern aus allen Teilen der Bevölkerung erreicht. Aktuelle Schwerpunkte sind die Prävention von (Cyber-)Mobbing und die exzessive Mediennutzung. Jährlich nehmen rund 13.000 Eltern teil. ELTERNTALK wurde bereits 2001 in Bayern gestartet und mittlerweile auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchgeführt.

Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis ist ebenfalls eine zentrale Säule des erzieherischen Jugendschutzes. Zu seinen Aufgaben gehört die medienpädagogische Forschung ebenso wie die praktische Medienerziehung.

  • Ziel der pädagogischen Angebote ist, dass Kinder und Jugendliche einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit Medien erlernen. Dabei fließt die Forschung in die pädagogische Arbeit ein.
  • Webhelm stellt Fachkräften Hintergrundinformationen, Projektbeschreibungen, Videos und vielfältige Methodenanregungen für ihre medienpädagogische Arbeit zur Verfügung. Das Projekt verfolgt einen partizipativen Ansatz und bezieht Kinder und Jugendliche aktiv ein. Aktuell wird eine Jugendredaktion eingerichtet, die Jugendlichen Gelegenheit gibt, aktuelle Entwicklungen in den digitalen Medien zu bewerten und Gleichaltrigen Tipps zu geben.
  • Die Studie "Mobile Medien in der Familie" des JFF dient dazu, ein umfassendes Bild der Medienerziehung in allen Phasen der Kindheit zu zeichnen und den Unterstützungsbedarf von Eltern und Fachkräften zu ermitteln, um so passgenau wie möglich Konzepte für die Medienerziehung zu entwickeln. Im Februar 2018 wurde eine Teilstudie zur Situation in Kindertageseinrichtungen veröffentlicht.
  • Das Kinder- und Jugendfilmfestival des JFF findet seit 1989 alle zwei Jahre in einem anderen Regierungsbezirk statt, damit Kinder und Jugendliche einen kompetenten Umgang mit Medien erlernen und sich spielerisch mit Themen ihrer Lebenswelt auseinandersetzen. Die selbst produzierten Filme werden im Rahmen des Festivals präsentiert. Das 15. Kinder- und Jugendfilmfestival des JFF findet vom 21. bis zum 24. Juni 2018 in Roth statt.