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Chancen für Jugendliche mit geistiger Behinderung auf dem Arbeitsmarkt

Deutschlandweit einmaliges Programm feiert zehnjähriges Bestehen

083.18

Über 480 junge Menschen mit geistiger Behinderung haben in den letzten zehn Jahren einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. Gelungen ist das im Rahmen der ‚Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule – Beruf‘. Hinter diesem Titel verbirgt sich eine deutschlandweit einzigartige Kooperation zwischen Sozialministerium, Kultusministerium und der Regionaldirektion Bayern der Bun-desagentur für Arbeit. „Junge Menschen mit geistiger Behinderung haben ein enormes Potential! Wir wollen ihre individuellen Talente entdecken und fördern. Deshalb stellen wir ihnen Coaches an die Seite, die Unternehmen und Schüler zusammenbringen. Das Ziel: sich gegenseitig Berührungsängste nehmen und die Fähigkeiten der jungen Leute bestmöglich am Arbeitsplatz zum Einsatz bringen“, erklärt Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger anlässlich des heutigen Festaktes im Schloss Nymphenburg den besonderen Erfolg des Programms.

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich betont: „Mit dieser Initiative können wir junge Menschen mit geistiger Behinderung bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Durch die Arbeit im Betrieb eröffnet sich ihnen die Chance zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die individuelle Begleitung der Teilnehmenden und die intensive Zusammenarbeit von Eltern, Schulen, Betrieben und Arbeitsagentur sind dabei entscheidende Faktoren.“

„Mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftebedarf wird es immer wichtiger, die Potenziale von Menschen mit Behinderung noch stärker zu fördern. Unser Ziel ist es, auf diese Potenziale aufmerksam zu machen und bei Bedarf individuelle Unterstützung anzubieten. Ein besonders erfolgreiches Förderinstrument ist die ‚Gesamtmaßnahme Übergang Förderschule – Beruf‘ für junge Menschen. Mithilfe des Projekts haben Jugendliche mit Handicap eine realistische Chance auf eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Wenn das Potenzial am Arbeitsplatz von Unternehmen erkannt wird, dann ist auch vieles möglich“, ergänzt Klaus Beier, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Bis jetzt haben schon über 1.000 Förderschülerinnen und Förderschüler mit geistiger Behinderung an dem Programm teilgenommen. Rund 47 Prozent haben einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden. Die drei Partner haben die Gesamtmaßnahme wegen ihres Erfolges bereits bis zum Ende des Schuljahres 2021 verlängert und zudem ausgeweitet. Jetzt haben jedes Jahr bis zu 260 Förderschülerinnen und Förderschüler die Chance auf einen Arbeitsplatz im allgemeinen Arbeitsmarkt.