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Gleichstellung verwirklichen: Für eine Gesellschaft mit gleichen Rechten und Chancen für Frauen und Männer

Frauen und Männer richten ihre Entscheidungen und Lebensentwürfe häufig unbewusst an tradierten Rollenbildern aus. Wir wollen Rollenbilder aufbrechen, damit Frauen und Männer in der Vielfalt ihrer Lebensentwürfe nicht eingeschränkt werden. So sollte etwa die Berufswahl nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten erfolgen, nicht danach, welcher Beruf für das jeweilige Geschlecht „passend“ erscheint.
Umgekehrt sollten sich auch die Erwartungshaltung gegenüber anderen und die Bewertung von Verhaltensweisen anderer nicht unbewusst an Rollenbildern orientieren. Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer ist das Erfolgsrezept für eine moderne und zukunftsfähige Gesellschaft.

Mit dem Bayerischen Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern haben wir bewiesen, dass Veränderungen möglich sind. Der Anteil von Frauen in Füh-rungspositionen des Freistaates konnte innerhalb von 10 Jahren von 15,1 % auf 28,9 % verdoppelt werden.

Beruf und Familie besser vereinbaren

Der Schlüssel zur Chancengleichheit liegt auch in der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Immer mehr Männer wünschen sich mehr Zeit für die Familie. Und Frauen sind heutzutage so gut ausgebildet wie noch nie. Vielen von ihnen ist die Vereinbarkeit von Kind und Karriere wichtig.
Das Zukunftsministerium schafft dafür günstige Rahmenbedingungen. Dazu gehören auch bedarfsgerechte und gute Kindertageseinrichtungen und Angebote der Tagespflege. Es geht aber nicht darum, die Familie in die Arbeitswelt einzupassen, sondern darum, die Arbeit an die Familie anzupassen.
Unternehmen müssen für Familienphasen Freiräume schaffen und, soweit es möglich ist, von der Präsenzkultur abrücken. Das Zukunftsministerium setzt dabei auf Freiwilligkeit und die Überzeugung der Unternehmen, dass sie mit einem chancengerechten und familienfreundlichen Umfeld im Wettbewerb um Fachkräfte punkten.

Für echte Chancengerechtigkeit sensibilisieren

Noch immer werden Frauen im Durchschnitt schlechter bezahlt als Männer in vergleichbaren Tätigkeiten. Noch immer ist Teilzeit hauptsächlich weiblich. Und noch immer sind Frauen in Führungspositionen massiv unterrepräsentiert. Wer Familien- und Erwerbsarbeit managt, leistet aber nicht weniger, sondern mehr. Das darf kein Nachteil bei Beförderungen sein. Führungsverantwortung muss auch in Teilzeit möglich sein.
Wir sensibilisieren für den Nutzen einer Unternehmenskultur, die auf die Vielfalt ihrer Mitarbeiter setzt, und stellen gute Unternehmensbeispiele hierfür heraus. Insbesondere zeichnet das Zukunftsministerium jedes Jahr Unternehmen, die Chancengerechtigkeit leben, mit dem Bayerischen Staatspreis „SIEgER – Gerechte Chancen in der Arbeitswelt“ aus.
Auch der Wiedereinstieg nach der Familienphase erweist sich für viele Frauen als Stolperfalle. Das Zukunftsministerium fördert daher ein Bündel von Maßnahmen der individuellen Aus- und Weiterbildung, um den Wiedereinstieg zu erleichtern.

Rollenmuster aufbrechen

Bei der Berufswahl von jungen Menschen sollten allein die persönlichen Interes-sen und Begabungen ausschlaggebend sein. „Typisch Mädchen“ oder „typisch Junge“ darf kein Maßstab sein. Deshalb führt das Zukunftsministerium jedes Jahr den Jugend-Wettbewerb „Rollenbrecher“ durch. Mit diesem Wettbewerb wollen wir Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, das Thema „Gleichstellung von Frauen und Männern“ kreativ umzusetzen und durch eine Performance für andere Jugendliche sicht- und erlebbar zu machen.

Soziale Berufe aufwerten

Soziale Berufe, wie Pflegefachkraft oder Erzieherin und Erzieher, sind ebenso verantwortungsvoll wie anspruchsvoll. Die Arbeit mit Menschen und die Arbeit an Maschinen sind gleichwertig. Aber nach wie vor haben soziale Berufe ein Imageproblem. Deshalb haben wir die Kampagne „Herzwerker“ ins Leben gerufen. Das Zukunftsministerium will damit einen Bewusstseinswandel für den gesellschaftlichen Wert des Dienstes für den Menschen vorantreiben.

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Reden, Artikel und Interviews der Sozial­minis­ter­in Emilia Müller und des Sozialstaatssekretärs Johannes Hintersberger.

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