Springe direkt zu: Inhalt Hauptmenü

Wie wollen Sie im Alter wohnen?

Wohnen zu Hause

In gewohnter Umgebung und vertrauter Nachbarschaft alt zu werden, ist für einen Großteil der Menschen in Bayern ein erstrebenswertes Ziel. Sie möchten selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben und ihre soziale Umgebung mit allen Infrastrukturen sowie Unterstützungsangebote bis ins hohe Alter nutzen. In den letzten Jahren wurden daher viele neue Wohnprojekte und Dienstleistungen entwickelt, die genau diesen Wünschen entsprechen - von der barrierefreien Wohnung bis zur bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe und nachhaltigen Quartierskonzepten.

Wohnen wie zu Hause

In den vergangenen Jahren hat sich das Wohnangebot für ältere Menschen deutlich erweitert. Zu den Möglichkeiten, im Alter zu Hause zu bleiben, in ein Heim oder in eine Seniorenwohnung zu ziehen, sind zahlreiche weitere Wohnalternativen entstanden, die ein „Wohnen (wie) zu Hause“ ermöglichen. Auch wenn alternative Wohnformen zahlenmäßig derzeit noch nicht so verbreitet sind, ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der verändernden Wohnwünsche ihr Ausbau weiter fortsetzt. Diese Entwicklung gilt es zu unterstützen und weiter zu stärken.
 

Informieren Sie sich hier über Wohnkonzepte, Möglichkeiten und Beispiele:

Wohnen zu Hause

Wohnberatung und Wohnungsanpassung

Die Wohnberatung und Wohnungsanpassung ermöglichen ein altersgerechtes, barrierefreies Leben in den eigenen vier Wänden trotz zunehmender Einschränkung der Mobilität. Die Wohnberatung umfasst:

  • Analyse der bisherigen Wohnsituation durch einen qualifizierten Wohnberater
  • Aufzeigen von Möglichkeiten, wie man das eigene Zuhause altersgerecht und barrierefrei umbauen kann
  • Begleitung bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen
  • Information über mögliche Finanzierungen und Förderungen

Projektbeispiel:
Zertifizierter Wohnberater für ältere Menschen im Landkreis Unterallgäu in Kooperation mit der Stadt Memmingen

Wohnberatung

Weitere Informationen unter www.unterallgaeu.de/wohnberatung

nach oben

 

Bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfen

Dieses Angebot lebt vom bürgerschaftlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger in einer Gemeinde oder in Stadtteilen und vom generationenübergreifenden Miteinander. Nachbarschaftliche Hilfen für ältere Menschen können beispielsweise sein:

  • Regelmäßige Besuche und Einkaufsservice
  • Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
  • Hilfe im Garten, im Haus oder beim Winterdienst
  • Organisation von Treffs, Vorträgen oder Ausflügen
  • Bring- und Abholdienste sowie Fahr- und Begleitdienste
  • Anlaufstelle und Information zum Thema Älterwerden

Projektbeispiel:
Soziales Netzwerk e.V. in Neunburg vorm Wald: Organisierte Nachbarschaftshilfe als Verein, um eine lokale Infrastruktur zu schaffen und ein Informations- und Beratungsangebot für das Gebiet der Stadt Neunburg vorm Wald und deren umliegenden Gemeinden aufzubauen

Nachbarschaftshilfe Neunburg

Weitere Informationen unter www.neunburgvormwald.de und www.stmas.bayern.de/senioren/recht/index.php

nach oben

 

Seniorengenossenschaften

Hier helfen sich ältere Menschen untereinander nach dem „Hilfe-zur-Selbsthilfe-Prinzip“, das ähnlich wie ein Tauschring funktioniert.

  • Das selbstverwaltete Vorsorgesystem gewährleistet die Betreuung und Versorgung der Mitglieder
  • Mitglieder können für ihren Einsatz ein entsprechendes Entgelt ausgezahlt bekommen oder sich die investierte Zeit für später gutschreiben lassen, wenn sie selbst Hilfe benötigen

Projektbeispiel:
Der Aufbau von „Seniorengenossenschaften“ wird in Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Zudem werden „Seniorengenossenschaften“ gerade zu Beginn fachlich unterstützt. Einen Wegweiser zur Gründung und Umsetzung finden Sie hier.

Seniorengenossenschaften

Weitere Informationen unter www.seniorengemeinschaft-kronach.de

nach oben

 

Betreutes Wohnen zu Hause

Dieses Angebot richtet sich an ältere Menschen, die auf Alltagshilfen angewiesen sind, nicht aber zwangsläufig Pflege benötigen. Sie bleiben in ihrer bisherigen Wohnung und schließen mit einem Dienstleistungsanbieter einen Betreuungsvertrag ab, der grundsätzlich folgende Leistungen enthalten kann:

  • Regelmäßig besetzte Koordinationsstelle
  • Mindestens 14-tägiger Hausbesuch durch geschulte bürgerschaftlich Engagierte
  • Beratungsangebote
  • Organisation von Hilfsdiensten
  • Vermittlung von Leistungen aller Art
  • Organisation von Veranstaltungen mit geselligen und informativen Inhalten

Projektbeispiel:
Projekt „Alt werden zu Hause“ in der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach (AOVE), Oberpfalz

Betreutes Wohnen Zu Hause

Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.altwerdenzuhause.de
und www.stmas.bayern.de/senioren/recht/index.php

nach oben

 

Wohnen für Hilfe

Wohnraum gegen Hilfeleistung: Ältere Menschen haben häufig Wohnraum frei, während junge Leute Wohnraum suchen. Durch die Übernahme von Arbeitsaufgaben müssen junge Menschen keine oder nur wenig Miete zahlen. Wohnen für Hilfe bringt Menschen zusammen:

  • Auf der einen Seite junge Leute im Studium oder in der Ausbildung, die sich häufig keine eigene Wohnung leisten können und gerne ihre Arbeitskraft zur Mietersparnis einsetzen.
  • Auf der anderen Seite ältere Menschen, die Unterstützung suchen oder nicht mehr alleine wohnen möchten.

Wohnen für Hilfe ist ein idealer Ausgangspunkt, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Projektbeispiel:
Projekt „Wohnen für Hilfe“ der Stadt Erlangen in Kooperation mit der Universität Nürnberg Erlangen, Mittelfranken

Wohnen für Hilfe

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

nach oben

 

Quartierskonzepte

Alle Quartierskonzepte verfolgen ein übergeordnetes Ziel: das nachbarschaftliche Wohnen in den Vierteln zu beleben und zu stärken damit auch älterer Bürgerinnen und Bürger in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können. Quartierskonzepte basieren auf drei Säulen:

  • Wohnen, z.B. barrierefreier Wohnraum, Wohnraumanpassung
  • Soziales, z.B. Begegnungsmöglichkeiten, Mittagstisch
  • Unterstützung, z.B. bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfe, ambulanter Dienst

Im Rahmen des Quartierskonzeptes wird Versorgungssicherheit rund um die Uhr ohne zusätzliche Betreuungspauschale geboten

Projektbeispiele:
„Wohnen im Viertel“ – Quartierskonzept der GEWOFAG München.

Quartierskonzept Gute Laune Frühstück

Mehr Informationen unter www.gewofag.de


„In der Heimat wohnen“ – Quartierskonzept der Stadt Teuschnitz, Oberfranken

Quartierskonzept

Mehr Informationen unter www.in-der-heimat.de

 

Altersgerechte Quartiersentwicklung in Gemeinden im Landkreis Unterallgäu

Im Rahmen des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts setzt der Landkreis Unterallgäu das Projekt der altersgerechten Quartiersentwicklung um. Seit Anfang 2013 fördert und begleitet der Landkreis Unterallgäu dabei die teilnehmenden Gemeinden.Es werden Akteure und Bürger einbezogen, Sozialraumanalysen durchgeführt und dadurch schrittweise passgenaue Lösungen gefunden, die das Leben v.a. von älteren Menschen im eigenen Zuhause unterstützen. Die Arbeitsgruppen sowie die weitere Umsetzung der Projekte und Maßnahmen werden durch einen Quartiersmanager und einer „Steuerungsgruppe“ vor Ort begleitet.  Dadurch wird der Prozess fortlaufend und dynamisch gehalten und ein sozialraumorientiertes Versorgungsnetz für das Leben im Alter aufgebaut. Mehr Informationen unter www.unterallgaeu.de/quartiersentwicklung

nach oben

 

Wohnen wie zu Hause 

Seniorenhausgemeinschaften

Menschen leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich miteinander in einem Haus als Solidargemeinschaft. Charakteristisch dafür ist, dass sich die Mieterinnen und Mieter bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben gegenseitig unterstützen.

Die Vorteile:

  • Gemeinschaftliches Leben bei gleichzeitig größtmöglicher Autonomie jedes Einzelnen (jede Bewohnerin und jeder Bewohner lebt in einer eigenen Wohnung)
  • Der soziale und zwischenmenschliche Aspekt der Gemeinschaft steht im Vordergrund
  • Gegenseitige Hilfe und Unterstützung im Bedarfsfall sowie psychosoziale Begleitung bis hin zur gegenseitigen Versorgung

Projektbeispiel:
Seniorenhausgemeinschaft „Haus Gloria“ der INAWO e.V. in Rosenheim, Oberbayern.

Seniorenhausgemeinschaft

Mehr Informationen unter www.inawo.de

nach oben

 

Generationenübergreifendes Wohnen

Hier leben mehrere Generationen als Hausgemeinschaft unter einem Dach. Von alleinerziehenden Müttern und Patchwork-Familien bis zu jungen Singles und älteren Menschen. Dieser generationenübergreifende Ansatz eröffnet vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für den Alltag:

  • Ältere Menschen sind wertvoller Bezugspunkt für Jüngere und unterstützen z. B. bei den Hausaufgaben
  • Junge Menschen helfen den älteren beim Einkauf oder der Hausarbeit
  • In zusätzlich bereitgestellten Gemeinschaftsräumen kann sich jeder treffen und gemeinsam spielen, singen, basteln, lachen
  • Durch den regelmäßigen Austausch der Mitbewohnerinnen und Mitbewohner entstehen neue soziale Netzwerke

Projektbeispiel:
WiGe – MehrgenerationenWohnhaus Vielfalt in Aschaffenburg, Unterfranken.

9 Generationen _bergreifendes Wohnen Q7i8451 Srgb

Mehr Informationen unter www.wige-ab.de

nach oben

 

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen bietet älteren Menschen einerseits Autonomie, Privatsphäre und selbstständige Lebensführung, andererseits Sicherheit und – bei Bedarf – Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst.

  • Selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung mit Betreuungspauschale, die Grundleistungen, wie etwa den Notrufservice, vertraglich regelt
  • Betreuung und Hilfestellung vor Ort durch den Vertragspartner
  •  Zusatzleistungen, wie Essen auf Rädern, Wäschereinigung oder Pflege zusätzlich buchbar bei frei wählbaren Anbietern
  • Organisation von gemeinsamen Aktivitäten und Treffen der Bewohnerinnen und Bewohner

Projektbeispiele:
Betreutes Wohnen in Furth bei Landshut, Niederbayern durch das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk der Diözese Regensburg

Betreutes Wohnen Ländlich

Mehr Informationen hier.


Seniorenwohnanlage in Neusäß, Schwaben durch das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Augsburg-Land

Betreutes Wohnen Augsburg

Mehr Informationen unter www.neusaess.de/de/Leben-in-Neusäß/Senioren

nach oben
 

Zusätzliche Informationen

audit berufundfamilie

Berufundfamilie Logo

Zertifikat zur Vereinbarkeit von Job und Familie

Mehr Informationen

Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Logo Koordinationsstelle Wohnen im Alter- Konzepte, Initiativen und Visionen fürs Alter

Konzepte, Initiativen und Visionen

wohnen-alter-bayern.de

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Logo Kuratorium Deutsche Altenhilfe

Die KDA-Angebote richten sich an Verantwortliche der Altershilfe und Altenarbeit.

kda.de

Sozial-Fibel

Ein Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte.

Alle Stichworte von A bis Z