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Anerkennung des Berufsbildungsabschlusses nach dem BayBQFG

Zum 1. August 2013 ist das Bayerische Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BayBQFG) in Kraft getreten. Hiernach haben Bewerber/-innen künftig einen Anspruch auf Anerkennung ihres ausländischen Abschlusses mit einem gleichwertigen inländischen Referenzberuf.

Das BayBQFG gilt ausschließlich für die landesgesetzlich geregelten Berufe, dazu gehören bspw. die Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen, Heilerziehungspfleger/-innen.

Die Anerkennung nach dem BayBQFG hat den Vorteil, dass verbindlich durch Bescheid festgestellt wird, dass der ausländische Berufsabschluss mit einem deutschen Beruf (z.B. Erzieher) gleichwertig ist. Dieser Bescheid gilt fortlaufend und für das gesamte Bundesgebiet, sodass nicht bei jedem Wechsel der Einrichtung erneut geprüft werden muss.

Nach dem BayBQFG sind auch sogenannte Teilanerkennungen möglich, d.h. dass der/die Bewerber/-in möglicherweise nur in Teilen die Voraussetzungen für die Gleichwertigkeit erfüllt. Die zuständige Anerkennungsstelle stellt dann im Bescheid fest, welche Qualifikationsmerkmale fehlen und durch welche Maßnahmen sie ausgeglichen werden können (bspw. bei fehlender Praxiserfahrung kann diese durch ein Praktikum nachgewiesen werden; bei mangelnden Rechtskenntnissen kann dies durch einen Lehrgang an einer Hochschule oder einer Fortbildungsakademie nachgewiesen werden etc.).

Zuständig für Anträge auf Anerkennung eines beruflichen Ausbildungsabschlusses im sozialpädagogischen Bereich (Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen) ist die

Regierung von Niederbayern
Regierungsplatz 540, 84028 Landshut, Tel: 0871/808-01,
E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de).

Weitere Informationen zum Thema BayBQFG.

Anerkennung nach dem BaySozKiPädG

Zusätzlich zum BayBQFG trat zum 1. August 2013 das Bayerische Sozial- und Kindheitspädagogengesetz (BaySozKiPädG) in Kraft. Das BaySozKiPädG regelt ergänzend zum BayBQFG die staatliche Anerkennung von Sozialpädagogen/-innen und Kindheitspädagogen/-innen mit einem inländischen Bachelorabschluss sowie für Bewerber/-innen mit einem ausländischen gleichwertigen Bachelorabschluss.

Bewerber/-in mit einem inländischen Bachelorabschluss:
Wer an einer bayerischen Hochschule einen Bachelor-Studiengang „Frühe Kindheit“, der die Voraussetzungen nach Art. 2 BaySozKiPädG erfüllt, erfolgreich abgeschlossen hat und nicht rechtskräftig wegen einer Straftat i.S.d. § 72a SGB VIII verurteilt worden ist, darf nach Art. 2 BaySozKiPädG die Berufsbezeichnung „Kindheitspädagoge/pädogin“ führen und ist für die Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung nach § 45 SGB VIII geeignet. Ein gesonderter Antrag des/der Bewerber/-in ist hier nicht erforderlich.

Bewerber/-innen aus anderen Bundesländern, die nach den jeweiligen landesgesetzlichen Regelungen zum Führen der Berufsbezeichnung „Kindheitspädagoge/-pädagogin“ berechtigt sind, dürfen ebenfalls in den bayerischen Kindertageseinrichtungen tätig werden.

Bewerber/-innen mit einem ausländischen Bachelorabschluss haben künftig nach Art. 3 BaySozKiPädG i.V.m. dem BayBQFG einen Anspruch auf staatliche Anerkennung als Kindheitspädagoge/-pädagogin.
Im Rahmen der Anerkennung wird geprüft, ob der/die Bewerber/-in einen gleichwertigen Bachelorstudiengang erfolgreich absolviert hat und ob er/sie über die zur Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache und über die einschlägigen deutschen Rechtskenntnisse (SGB VIII, BayKiBiG, AVBayKiBiG) verfügt.
Kann er/sie eine der Voraussetzungen nicht erfüllen, so können die Kenntnisse durch Ausgleichsmaßnahmen (Lehrgänge, Sprachkurse, Praktika etc.) nachgeholt werden.
Zuständig für die Anträge nach Art. 3 BaySozKiPädG ist das

Zentrum Bayern Soziales und Familie (ZBFS),
Region Unterfranken, Georg-Eydel-Straße 13,
97082 Würzburg, Tel: 0931/4107-500,
E-Mail: poststelle.ufr@zbfs.bayern.de.

Die Vorschriften finden Sie hier.

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Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern befasst sich mit Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen.

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